Edmund Krengel
Edmund Krengel wurde 1934 in Weiler, in der Eifel, (Deutschland) geboren. Seit 1955 lebt er in Kloster Ebernach, einer Wohn- und Dienstleistungseinrichtung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in Cochem an der Mosel. Krengel ist dort seit 1986 in der Kreativwerkstatt "Ausdruck" künstlerisch tätig.
Edmund Krengel ist bereits einmal, im Jahr 2000, mit dem Kunstpreis euward ausgezeichnet worden. Seine Werke wurden, unter anderem, in Ausstellungen in den Kunstsammlungen Limburg (1997), dem Künstlerforum Bonn (2001) und im Museum Junge Kunst, Frankfurt/Oder, (2005) gezeigt. Werk:
"Die Häuser in denen er Graf wohnt", 1995, Wachsstift auf Papier
"Einfach Wohnhäuser", 1994, Wachsstift auf Papier
Krengels Bilder bestechen durch ein subtiles Zusammenspiel ihres formal strengen und konstruktiven Bildaufbaus mit einem flächigen und meist durchscheinenden Farbauftrag. Die geometrischen Bauprinzipien vermitteln Ordnung und Übersicht, während die leuchtende Farbigkeit der Gelb- und Orangetöne eine starke Innerlichkeit ausstrahlt. Die große Zahl der Architekturmotive in seinem Werk folgt einem über die Jahre vom Künstler entwickelten Schema: Die Frontalansicht der Fassaden und ihre Gliederung durch die von innen erleuchteten Fenster, dazu die horizontal gelagerten, knapp begrenzten Himmel und dunklen Vordergründe.
Edmund Krengel benutzt ausschließlich Farbkreiden aus Bienenwachs. Als Hilfsmittel dient ihm der Wachsmalkasten, dessen Kanten er wie ein Lineal benutzt. Zum Korrigieren kratzt er die aufgetragene Wachsfarbe mit dem Fingernagel wieder ab und übermalt die entsprechende Stelle mit Weiß. Krengel konzentriert sich beim Arbeiten jeweils nur auf einen einzelnen Bildausschnitt, an dem er gerade malt. Die nicht benötigten Blattbereiche werden über die Tischkante geklappt und bleiben unbeachtet. Von einer Ecke ausgehend baut der Künstler so sein Bild, Stück um Stück, aus kleinen Ausschnitten auf, die sich allmählich zu einem Ganzen fügen. Am Ende schließt sich die Hausfassade schlüssig zusammen, und nur wenn man sehr nahe an das Bild herangeht, lassen sich an der Strichrichtung die vielen einzelnen Arbeitsabschnitte noch erkennen. |
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